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CDU Braunfels besucht Biogasanlage Klein in Leun

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Die positive Einstellung der CDU zu erneuerbaren Energien muss an dieser Stelle nicht noch einmal hervorgehoben werden. Alle Welt redet von Solarenergie, von Windenergie, Erdwärme und so weiter. Doch da gibt es eine andere Form der Energiegewinnung, die mehr im Verborgenen blüht und wenn man genauer hinschaut, ist es eine sehr bemerkenswerte Form, die zumindest in ländlichen Regionen eine absolut sinnvolle Nutzung der „tierischen Nahrungsendprodukte“  darstellt.

Zum Verfahren:
Von umliegenden Bauernhöfen (ca. 14 Stck.) werden die Düngrückstände angeliefert, etwas zerkleinert, mit Flüssigkeit angereichert und dann in einem riesigen Tank unter ständigem Umrühren gären lassen.

Das dabei entstehende Methangas wird dann verbrannt und zur Stromgewinnung und Wärmenutzung für Wohngebäude genutzt.

Nach dieser wertigen Nutzung ist aber noch nicht Schluss, denn danach wird der verbleibende Rest als hochwertiger Dünger wiederum auf die umliegenden Felder ausgebracht.

Und für die „Zweifler“  (Ja, aber das Zeug aufwändig durch die Gegend zu fahren) sei gesagt, die Zulieferer kommen aus einem Radius von max. 15 km, also ein durchaus „regionales Produkt.“

Und nun noch ein paar technische Daten, die uns der Betreiber, Johannes Klein dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hat:

Inbetriebnahme: Herbst 2013, Bauzeit: 11 Monate
Gesamtinvestition  Biogasanlage: 1,6 Millionen €
Leistung BHKW: 250 KW elektrisch, Gesamtfeuerungswärmeleistung 583 KW
(elektrischer Wirkungsgrad 43 %)
Eingesetzte Substrate: Rindermist (80%), vom eigenen und von umliegenden
Betrieben(Insgesamt steckt ein Viehbestand von ca. 400 Kühen hinter der
Anlage),
Grassilage (15%), Maissilage (5%), Silagen nötig für konstante
Gasproduktion bzw. um Schwankungen ausgleichen zu können!
Durch Vergärung entsteht Biogas, pro Jahr ca. 1 Million m³,
entspricht Brennwert von etwa 500.000 Liter Heizöl!
zusätzliches Endprodukt = Gärrest: Hochwertiger Volldünger, flüssig und
geruchslos!
Stromproduktion pro Jahr: ca. 2,15 Millionen kWh (entspricht ca. 700
Haushalten), Auslastung der Anlage in den ersten beiden Jahren lag bei
jeweils 98 %
Wärmenutzung: eigenes Wohnhaus, zusätzlich zwei Nachbarhöfe am
Wärmenetz, in Planung: Scheitholztrocknung
Bedarfsgerechte Stromproduktion wäre möglich (Speicherung von Gas), dann
Bereitstellung der elektrischen Energie bei Bedarf z.B. 12 Stunden am
Tag mit doppelter BHKW Leistung...

Ein Blick auf die, seit Inbetriebnahme der Anlage erzeugte Stromleistung zeigt einen Stand, der in Kürze die 5.000.000 kWh überschreitet, ein beachtlicher Wert.

Fazit: Also besseres kann man aus einer solch anrüchigen Angelegenheit nicht machen! Zur Nachahmung und Weiterentwicklung empfohlen.



Gerhard Bender, CDU Braunfels

© CDU Stadtverband Braunfels 2019